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Wann liegt ein Notfall vor?

 

Ein Notfall liegt vor, wenn ohne sofortige medizinische Behandlung schwere bleibende Schäden oder der Tod Ihres Tieres zu befürchten sind. Zu solchen Notfällen zählen unter anderem Vergiftungen, schwere Verletzungen oder akute Erkrankungen.

 

Folgende Symptome oder Anzeichen gelten beispielgebend als Notfall: Bewusstseinsverlust, Zusammenbruch, Atemnot, stärkere oder unstillbare Blutung, helle/blasse Schleimhäute, Krampfanfälle, Probleme beim Harnlassen, anhaltender blutiger Durchfall oder blutiges Erbrechen, zunehmende Schwäche, plötzliche Lähmungserscheinungen, Augenverletzung, Verschlucken von Fremdkörpern oder Giften, Verbrühungen, Verbrennungen oder schwerer Verkehrsunfall.

 

Achtung: Im Notfalldienst werden höhere Gebühren fällig!

 

Auszug aus der Gebührenordnung der Tierärzte (GOT):

§ 3a Gebühren für tierärztlichen Notdienst

(1) Für Leistungen, die bei Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen im Rahmen eines tierärztlichen Notdienstes erbracht werden, erhöhen sich die einfachen Gebührensätze nach § 2 Satz 1 auf das Zweifache und nach Maßgabe des § 2 Satz 2 bis zum Vierfachen. Zusätzlich steht dem Tierarzt abweichend von § 2 Satz 1 eine Gebühr in Höhe von 50,00 Euro (Notdienstgebühr) zu. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für die instrumentelle Samenübertragung bei Einzeltieren (laufende Nummer G 2.6 der Anlage).

Diese Regelung trat am 14.02.2020 in Kraft. Die Bundestierärztekammer hat hierfür ein Merkblatt für Patientenbesitzer erarbeitet, mit dem sich die Halter über die Neuerung in der Abrechnung informieren können (LINK).