Donnerstag, 14 Januar 2021 22:15

Neujahrsgrüße und Corona-Update des Kammerpräsidenten

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Neues zur aktuellen Lage für Tierärzte

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

 

zunächst darf ich Ihnen, Ihren Familien und Praxisteams ein gutes und gesundes neues Jahr 2021 wünschen. Mit dem Beginn der Impfkampagne verbinde ich die Hoffnung auf wieder etwas mehr Normalität für uns alle.

Vor der Rückkehr zu einer weitergehenden Normalität stehen wir alle jedoch vor neuerlichen starken Einschränkungen. Einschränkungen, die nicht nur uns, unsere Familien, sondern auch unsere Praxen und die Halter unserer Patienten betreffen und vor zum Teil erhebliche Herausforderungen stellen.

Das Thüringer Kabinett hat am Abend des 5. Januar unmittelbar nach der letzten Runde der Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder mit der Bundeskanzlerin beschlossen, die bereits seit dem 15.12.2020 geltenden Beschränkungen jedenfalls bis zum 31. Januar 2021 zu verlängern und teilweise auch zu verschärfen. Auf dieser Grundlage haben die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie der Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport am Wochenende eine neue Verordnung erlassen, die seit dem gestrigen Sonntag, 10. Januar 2021 in Kraft ist.

Die aktuelle Beschlusslage finden Sie unter folgendem Link:

https://corona.thueringen.de/verordnungen

 

Erfreulich ist zunächst, dass es weiterhin möglich ist, dass unsere Praxen geöffnet bleiben können und es auch weiterhin Möglichkeiten gibt, dass für unsere Kinder und die Kinder unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Notfallbetreuung in den KiTas und den Schulen bis zur Klassenstufe 6 angeboten wird.

Das entsprechende Antragsformular finden Sie als pdf.-Datei unter folgendem Link: 

https://bildung.thueringen.de/fileadmin/2021/2021_Antrag_Notbetreuung.pdf

 

Bedauerlich ist an dieser Stelle, dass es uns trotz unserer intensiven Bemühungen bislang nicht gelungen ist, uns Tierärzte ausdrücklich als systemrelevante Berufsgruppe zu benennen. Wir haben uns diesbezüglich bereits im März und April des letzten Jahres gemeinsam mit dem LpT und dann nochmals im Dezember mit Bekanntwerden des zweiten Lockdowns mit zahlreichen Argumenten an das zuständige Ministerium und den Krisenstab gewandt. Für uns völlig unerklärlich hat sich der Krisenstab hierzu noch nicht positioniert. Wir werden uns hier weiter einsetzen, denn für uns steht die Systemrelevanz der Tierärzteschaft im Hinblick auf den Tierschutz, den Tierseuchenschutz, die Tiergesundheit und die Lebensmittelsicherheit außer Zweifel.

 

Mit Blick auf die geforderte und aus meiner Sicht auch zwingend gebotene deutliche Kontaktreduzierung bitten wir Sie sehr herzlich zu prüfen, welche Behandlungen Sie in der aktuellen Phase wirklich durchführen müssen und welche einen Aufschub zulassen. Bitte prüfen Sie auch sehr kritisch, welche Mitarbeiter Sie in der aktuellen Situation wirklich vor Ort in der Praxis benötigen und ob es nicht vielleicht Möglichkeiten gibt, reine Verwaltungstätigkeiten von Mitarbeitern in Sprechstunden freie Zeiten oder das Homeoffice zu verlagern.

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, mir ist völlig bewusst, dass es schwierige und für uns alle sehr belastende Zeiten sind. Je konsequenter wir uns aber an die vom Kabinett beschlossenen und von den zuständigen Ministerien verordneten Maßnahmen halten, desto kürzer wird die Landesregierung gezwungen sein, die belastenden Beschränkungen aufrecht zu halten.

 

Ihr Präsident 

Dr. Lothar Hoffmann

Gelesen 145 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 14 Januar 2021 22:16