Mittwoch, 08 Januar 2020 17:48

Afrikanische Schweinepest in Polen weiter auf Vormarsch

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Meldungen zum Jahresende zur ASP in Polen

BMEL informierte zu zwei (von acht) neuen ASP-Fällen in Westpolen:

Beide Fälle liegen südwestlich des bisherigen Geschehens und näher an der Grenze zu Deutschland (ca. 32 bzw. 21 km).

Darüber hinaus liegen aus den Medien (PIG PROGRESS) folgende, neuere Meldungen zur Situation in Westpolen vor:

24.12.2019

10 weitere Fundorte in Westpolen

Inzwischen ist die Situation in Westpolen alles andere als ruhig. Am 23. Dezember gab die polnische Zentrale Veterinärinspektion bekannt, dass an weiteren 10 Orten infizierte Kadaver gefunden wurden, so dass sich die Gesamtzahl der Fundorte in Westpolen auf 71 beläuft. Das bedeutet, dass jetzt mindestens 87 Wildschweine in Westpolen an der Afrikanischen Schweinepest gestorben sind.

Die jüngsten Funde wurden alle in dem Gebiet gemacht, das bereits als infiziert bekannt war, so dass sich das gesamte infizierte Gebiet nicht verändert hat - es ist eine Zone von 65 km Ost-West und 55 km Nord-Süd, einschließlich der Provinzen Lubusz, Großpolen und Niederschlesien.

 

Wo wurden die ASP-infizierten Schweine gefunden?

Die Mehrzahl aller infizierten Wildschweine wurde in der Woiwodschaft Lubusz gefunden, mit bisher 59 Fundorten. Die jüngste Aktualisierung ergab einen Anstieg um 5. Die Ausbrüche in dieser Provinz konzentrieren sich in einem Radius von 15 km um die Stadt Konotop.

Die Zahl der Fundorte in der Provinz Großpolen (Wielkopolska) hat sich vom 23. Dezember 2019 auf 10 verdoppelt. Alle toten Tiere in Großpolen wurden im Umkreis von 10 km gefunden - und auch im Umkreis von 25 km um Konotop in der Woiwodschaft Lubusz. Die Woiwodschaft Großpolen ist die bedeutendste in Polen, was die Schweineproduktion betrifft.

In der Woiwodschaft Niederschlesien wurden bisher nur zwei an ASP verendete Tierkörper gefunden - am 22. und 27. November 2019. Beide wurden im Umkreis von 2 km von der Grenze zur Woiwodschaft Lubusz und etwa 20 km von Konotop gefunden.

Die Afrikanische Schweinepest ist seit 2014 in 5 Provinzen in Ostpolen präsent. Dort hat sie im Laufe der Jahre zahlreiche Wildschweine sowie bisher 237 Handels- und Hinterhofhaltungen befallen. [...]"

 

"24.12.2019

ASP Polen: Deutschland stellt Zäune auf

Um den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verhindern, hat Deutschland Zäune errichtet, um Wildschweine daran zu hindern, die Grenze aus Polen zu überqueren. Inzwischen wurden in Polen an 10 Orten im Westen des Landes weitere infizierte Tierkörper gefunden.

Die erste Serie von Zäunen wurde Ende letzter Woche an der deutsch-polnischen Grenze in der Nähe der Grenzstadt Guben im Bundesland Brandenburg errichtet. Das ist 35 km vom derzeit nächsten bekannten Ausbruch in der Nähe des polnischen Dorfes Trzebule in der Grenzprovinz Lubusz entfernt.

Das Brandenburger Verbraucherschutzministerium sagte, der Schwerpunkt liege vorerst auf der Verhinderung des Überspringens des Virus, wobei die Gebiete Spree-Neiße und Oder-Spree sowie die Stadt Frankfurt an der Oder die größte Aufmerksamkeit erhalten würden. Das umfasst die gesamte Grenze zwischen Frankfurt an der Oder bis zur Grenze zur Tschechischen Republik, eine Entfernung von 160 km Luftlinie. Die polnisch-deutsche Grenze folgt jedoch den Flüssen Oder und Neiße und schlängelt sich, so dass die Gesamtlänge der Grenze, die betrachtet werden muss, wesentlich länger sein wird.

Das Ministerium teilte mit, dass die provisorischen Zäune 90 cm hoch sind und je nach Risikosituation auf der anderen Seite der Grenze an Ort und Stelle bleiben werden. Die Kosten für die Installation des Zauns werden auf 160.000 € geschätzt. Die lokalen Verwaltungseinheiten werden die Details des Baus verwalten.

Die brandenburgische Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher gab an, sie hoffe, dass die Zäune einen gewissen Schutz bieten. [...]"

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