Samstag, 28 Dezember 2019 18:15

Purer Stress für Tiere!

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BTK bittet um Rücksichtnahme an Silvester

Im Folgenden lesen Sie die Pressemitteilung der Bundestierärztekammer Nr. 10/2019 zum Einsatz von Feuerwerk.

Zusätzlich finden Sie die Presseerklärung im pdf-Format im Downloadbereich im unteren Abschnitt dieser Seite.

 

(BTK/Berlin) – Die Bundestierärztekammer (BTK) bittet auch in diesem Jahr um Rücksichtnahme bei den Silvesterfeierlichkeiten. Denn für Haus- und auch Nutztiere ist das Abfeuern und laute Knallen von Feuerwerk der absolute Horror. Die Angst und Panik kann bei empfindlichen Tieren sogar zum Tod führen. Um es den Tieren etwas erträglicher zu machen, können folgende Ratschläge weiterhelfen:

 

„Einigen Hunden und Katzen kann es helfen, wenn man sich während des Feuerwerks intensiv mit ihnen beschäftigt. Andere suchen gern einen Rückzugsort auf. Das Tier sollte die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, ob es Nähe möchte oder sich lieber zurückziehen will. Für besonders ängstliche Heimtiere können Tierhalter mit einem Tierarzt besprechen, welche angstlösenden Medikamente zur Beruhigung des Tieres eingesetzt werden können", erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der BTK. Hunde sollten beim täglichen Spaziergang nur noch an der Leine ausgeführt werden, denn ein plötzlich gezündeter Knaller könnte die Vierbeiner in Panik versetzen oder im schlimmsten Fall sogar verletzen. Eine doppelte Sicherung an Halsband und Geschirr kann sinnvoll sein. Auch Freigängerkatzen sollten in der Wohnung behalten werden, weil das Risiko zu hoch ist, dass sie sich irgendwo verängstigt verkriechen.

 

Aber nicht nur Kleintiere reagieren empfindlich auf Feuerwerk. Gefährlich kann es werden, wenn Pferde, Rinder oder andere Tiere sich im Auslauf oder auf der Weide befinden, in Panik den Zaun durchbrechen und z. B. auf eine vielbefahrene Straße laufen. Deshalb ist es nicht nur zum Schutz der Tiere wichtig, Weidetiere vor dem Feuerwerk in den Stall zu bringen. Wer ein Feuerwerk organisiert, sollte die Tierhalter in der Umgebung frühzeitig vom geplanten Vorhaben informieren und mit ihnen den Zeitpunkt sowie die Art des Feuerwerks absprechen. In der Nähe besonders empfindlicher Tiere, z. B. von Putenställen, sollten gar keine Feuerwerke abgebrannt werden, da die mit großer Wahrscheinlichkeit auftretende Panik zum Tod vieler Tiere führen kann.

 

Die BTK appelliert an alle Feuerwerksfreunde, das Knallen auf die Silvesternacht zu beschränken, damit die Tiere nicht schon Tage vorher in Angst versetzt werden und sich auch schnell wieder erholen können. Mit ein wenig Rücksicht kann das Leid der Tiere zumindest vermindert werden und so der Rutsch ins neue Jahr auch für Vierbeiner erträglich sein.

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