Montag, 23 Dezember 2019 19:43

Deutsch-polnisches Treffen zur Afrikanischen Schweinepest

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Weitere Fälle von ASP in der Nähe der polnisch-deutschen Grenze

Am 13.12.2019 fand das erste deutsch-polnische Treffen zur ASP-Bekämpfung statt. Vertreter der für die Tierseuchenbekämpfung und die Jagd zuständigen Behörden aus der Grenzregion Polens sowie von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen nahmen daran teil. Dabei sollte die ASP-Prävention sowie Bekämpfung und Tilgung koordiniert werden.

Folgende Punkte wurden dabei dem BMEL nach vereinbart:

  • Auf beiden Seiten der Grenze werden Risikozonen von mind. 8 bis 15 km eingerichtet, in denen die Jagd so ausgeübt werden sollte, dass dadurch keine Intensivierung der Wildschweinbewegungen herbeigeführt wird (z. B. Fallenjagd, Ansitzjagd wären geeignet).
  • Eine Steigerung Intensivierung des Austauschs von Daten zwischen dem Friedrich Loeffler Institut – Bundesinstitut für Tiergesundheit und dem Nationalen Veterinärinstitut in Pulawy wurde vereinbart.
  • Dokumente zum Austausch von Informationen (je eines für Wild- und Hausschwein) über Ausbruchsfälle zwischen den lokalen Behörden vor der offiziellen Meldung an ADNS etc. wurden vorgestellt. Diese sollen bis zum nächsten Treffen im Januar final abgestimmt werden.
  • Aspekte einer gemeinsamen Jagdstrategie auf beiden Seiten der Grenze wurden diskutiert. Diese sollten aber unter Berücksichtigung der nationalen Rechtsvorgaben und Bedingungen weiter bearbeitet ausgearbeitet werden.
  • Die Arbeitsgruppe empfiehlt, dass die Jagdorganisationen beider Länder beim Wildschweinmanagement in den Risikogebieten noch stärker zusammenarbeiten.

Zudem finden Sie die Zusammenfassung des Austauschs im Downloadbereich im unteren Abschnitt dieser Seite.

 

Sachstand in Polen:

Polen hat seit dem 16.12.2019 weitere 14 ASP-positive Wildschweinkadaver in Westpolen in ADNS gemeldet (Stand 20.12.2019 17:00 Uhr).

Der Fundort eines Tieres, das im Poviat Krosnienski (Karpatenvorland) aufgefunden wurde, liegt ca. 20 km nördlich vom bisher westlichsten Fundort und ca. 35 km von der Grenze zu Deutschland entfernt.

 

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