Dienstag, 15 Oktober 2019 16:46

Infektion mit dem West-Nil-Virus (WNV) bei einem Pferd in Thüringen

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Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie informiert Tierärzte

Das TMASGFF schreibt hierzu:

"Das Friedrich-Loeffler-Institut hat den Verdacht auf eine West-Nil-Virus-Infektion nach labordiagnostischer Untersuchung der Blutprobe eines Pferdes aus dem Unstrut-Hainich-Kreis (Bestand [erkranktes Pferd + 4 weitere Pferde] liegt in Neunheilingen, nahe Bad Langensalza) bestätigt. Damit wurde das WNV-Virus (anzeigepflichtige Tierseuche, aber keine Bekämpfungspflicht! Zoonose) erstmals in Thüringen nachgewiesen. In diesem Jahr wurden in den letzten drei Monaten, insbesondere in Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen, zahlreiche WNV-Infektionen bei Vögeln, aber von Pferden gemeldet.

 

Das erkrankte Pferd zeigt neurologische Symptome (Schweifschiefhaltung, Stürzen, Bewegungsstörungen, Temperatur 37,2°C). Eine Repellent-Behandlung (Insektenschutz) und Schutzimpfung aller Tiere sowie Wasserstellenhygiene (Beseitigung von Mückenbrutstätten) und eine nächtliche Aufstallung der Tiere wurden empfohlen.

 

Nach derzeitigen Erkenntnissen gibt es keine Hinweise, dass das erkrankte Pferd sich in WNV-Risikogebieten aufgehalten hat. Weitere WNV-Nachweise sind daher nicht auszuschließen.

 

Halter von Pferden sowie Tierärzte möchten wir in geeigneter Weise im Hinblick auf das WNV-Infektionsrisiko sensibilisieren und die prophylaktische Schutzimpfung gegen WNV empfehlen."

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