Dienstag, 08 Oktober 2019 16:48

West-Nil-Fieber weiter auf Vormarsch

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StIKo Vet gibt weitere Hinweis zur aktuellen West-Nil-Virus Situation

Nachdem vor gut einem Jahr erstmalig im deutschen Raum Infektionen mit dem West-Nil-Virus nachgewiesen wurden, stecken sich immer häufiger Pferde an. Nach dem Stich durch Mücken ist der Verlauf in Equiden häufig subklinisch, während es bei rund 8% der infizierten Tiere zur klinischen, neurologisch auffälligen Form kommt. Bis zur Hälfte dieser Patienten sterben, der andere Teil zeigt häufig bleibende Schäden.

Da davon auszugehen war und ist, dass sich das West-Nil-Virus in den kommenden Jahren weiterausbreiten wird, weist die StIKo Vet wie schon letztes Jahr mit Nachdruck darauf hin, Pferde gegen das West-Nil-Fieber zu impfen bzw. impfen zu lassen.

Die StIKo Vet schreibt hierzu: „Aktuell sind derzeit fünfzehn WNV-Fälle bei Pferden bestätigt, und es werden weitere Verdachtsfälle untersucht. Es wird daher davon ausgegangen, dass die Anzahl erkrankter Pferde bis zum Ende der Übertragungssaison weiter deutlich ansteigen wird. Angesichts der aktuellen Entwicklung wiederholt die StIKo Vet die Empfehlung, Pferde in den bereits betroffenen Gebieten in Mitteldeutschland gegen WNV zu impfen. Vorsorglich sollten auch Pferde, die in diese Gebiete verbracht werden, und solche, die in benachbarten Regionen, z.B. in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern oder Niedersachsen stehen, mit einem der in Deutschland verfügbaren Impfstoffe gegen die Erkrankung geimpft werden. Das gilt auch für Pferde, die in der Mückensaison nur vorübergehend in diese Gebiete, z. B. zu Veranstaltungen mit Pferden verbracht werden.“

Die aktuellen Hinweise der StIKo Vet und die Pressmitteilung des Friedrich-Loeffler-Instituts sowie die Stellungnahme der StIKo Vet von 2018 stehen für Sie zur Verfügung.

 

Gelesen 124 mal Letzte Änderung am Dienstag, 08 Oktober 2019 16:59