Donnerstag, 16 März 2017 21:55

Tierschützer und Ärzte begrüßen Wesenstest für Kampfhunde - Landestierärztekammer Thüringen lehnt die sogenannte Rasseliste weiterhin ab

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Künftig können Hundehalter mit einem Wesenstest nachweisen, dass ihr Tier nicht aggressiv ist. Tierärzte, Tierschützer und Kinderschutzbund können sich damit anfreunden. Die Rasseliste wird aber weiter kritisch gesehen.

Die von der Thüringer Landesregierung beschlossene Lockerung des Kampfhundegesetzes stößt auf unterschiedliche Reaktionen. Die Landestierärztekammer Thüringen lehnt die sogenannte Rasseliste weiterhin ab. Präsident Lothar Hoffmann sagte MDR THÜRINGEN, die Gefährlichkeit eines Hundes könne nicht generell an seiner Rassezugehörigkeit festgemacht werden. Die Tierärztekammer begrüße jedoch die Möglichkeit, künftig durch einen Wesenstest die Gefährlichkeit eines Hundes widerlegen zu können. Das sei ein tragbarer Kompromiss, der aber keinerlei vorbeugende Wirkung habe, so Hoffmann weiter. Ausdrücklich befürwortet wird von der Kammer zudem die Abschaffung der Zwangskastration von Kampfhunden. In der Vergangenheit hatten sich viele Tierärzte geweigert, diesen Eingriff ohne medizinischen Grund vorzunehmen.

http://www.mdr.de/thueringen/rasseliste-hunde-kampfhunde-tiere-100.html

Gelesen 1874 mal Letzte Änderung am Montag, 18 März 2019 13:47